Autopilot AUS: Mehr Achtsamkeit im Berufsalltag
Viele Menschen funktionieren im Alltag auf „Autopilot“ – Gedanken kreisen, Termine drängen und der Moment bleibt oft unbeachtet. Achtsamkeit hilft dabei, bewusst innezuhalten, Stress zu reduzieren und die eigene Konzentration sowie das Wohlbefinden zu stärken.
Wissen Kompakt
Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen und sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Im Berufsalltag befinden sich viele Menschen häufig im „Autopilot-Modus“: Gedanken wandern zur nächsten Aufgabe, Termine bestimmen den Tag und bewusste Wahrnehmung tritt in den Hintergrund. Dadurch wird der Alltag oft als hektisch und belastend erlebt.
Regelmäßige Achtsamkeit kann helfen, Stress zu reduzieren, die Konzentration zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken. Studien zeigen zudem positive Auswirkungen auf Schlafqualität, Immunsystem, zwischenmenschliche Beziehungen und das Selbstwertgefühl.
Achtsamkeit lässt sich einfach in den Alltag integrieren. Neben formellen Methoden wie Atemübungen, Meditationen oder Bodyscans können bereits kurze Momente des Innehaltens, bewusstes Atmen oder achtsames Essen dazu beitragen, den Autopiloten auszuschalten und wieder bewusster durch den Tag zu gehen.
Ideen für die Praxis
Nutzen Sie die 4-3-2-1-Übung
Nennen Sie vier Dinge, die Sie sehen, drei Dinge, die Sie hören, zwei Dinge, die Sie spüren und eine Sache, die Sie riechen oder schmecken. Diese kurze Übung hilft dabei, rasch im Hier und Jetzt anzukommen.
Integrieren Sie eine 1-Minuten-Achtsamkeitspause
Halten Sie kurz inne, konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem und schenken Sie Ihrer Umgebung für einen Moment bewusst Aufmerksamkeit.
Essen oder trinken Sie achtsam
Nehmen Sie Geschmack, Geruch, Konsistenz und Temperatur bewusst wahr, anstatt nebenbei E-Mails zu lesen oder andere Aufgaben zu erledigen.
Planen Sie bewusste Pausen ein
Kurze Unterbrechungen zwischen Arbeitsaufgaben fördern Erholung, Konzentration und einen achtsameren Umgang mit Belastungen.
Beobachten Sie Ihre Gedanken
Schreiben Sie belastende oder wiederkehrende Gedanken auf und nehmen Sie diese wahr, ohne sie sofort zu bewerten. Das schafft Abstand zum Gedankenkarussell.
Reflexionsfrage
Tools
Die Übung “4-3-2-1 Achtsamkeitsmoment” kann dabei helfen, binnen kurzer Zeit im Hier und Jetzt anzukommen. Die Übung kann jederzeit im Alltag eingesetzt werden und dauert weniger als eine Minute.
Sehen Sie sich in dem Raum um, in dem Sie sich gerade befinden.
- Was sind die ersten vier „Dinge“, die Sie gerade sehen?
- Welche drei „Dinge“ hören Sie?
- Welche zwei „Dinge“ können Sie spüren?
- Welche eine Sache können Sie riechen oder schmecken?
1-Minuten-Achtsamkeitspause
Die Übung “Gedankenstopp” lässt sich ohne Aufwand in den Arbeitsalltag integrieren und hilft dabei, Stress zu reduzieren, Achtsamkeit erhöhen und die Konzentration zu steigern, um sich danach wieder den Aufgaben zu widmen.
- Schließen Sie die Augen und nehmen Sie wahr, welche Gedanken kommen.
- Lassen Sie jeden einzelnen davon da sein, setzen Sie ihn dann gedanklich auf eine Wolke und lassen Sie ihn wieder weiterziehen.
- Stellen Sie sich im Anschluss die Frage: Welcher Gedanke möchte als nächstes kommen?
Videos
Videoaufzeichnung des Impulsvortrags „Autopilot AUS – Ein spürbarer Impuls für mehr Achtsamkeit im (Berufs-)alltag“ von Dr. Barbara Szabo (ca. 32 Minuten)
Autopilot AUS – Ein spürbarer Impuls für mehr Achtsamkeit im (Berufs-)alltag
Exklusiv für Projektbeteiligte

Psychosoziale Gesundheit
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